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Dienstag, 08. September 2020

Energie und Natur auf Schritt und Tritt -Kieferer Energiewanderweg macht Geschichte erlebbar

Der in Deutschland einzigartige Kieferer Energiewanderweg zeigt auf 23 Stationen, wie der Wasserreichtum, die Ressourcen der Wälder und die Kraft der Sonne im Luftkurort
Kiefersfelden seit über 500 Jahren verantwortlich und nachhaltig genutzt werden. Das spannende und hochaktuelle Thema ist in die vielfältige Natur sowie das Erlebnis- und
Erholungsangebot zwischen Inn-Auen (ca. 500 m) und alpiner Bergregion (bis 1852 m) eingebettet. Kieferbach und Gießenbach, zwei Gebirgsbäche aus den Alpenmassiven Tirols und
Bayerns, waren der Motor einer industriellen Blütezeit, die erst Anfang des 21. Jahrhunderts endete. Sie trieben Sägemehlmühlen zur Erzeugung von Sprengstoff an, trifteten Baumstämme zur Produktion von Holzkohle in die Kohlstatt, lieferten Energie für den Betrieb von Hochofen und Hammerwerk, Sensenschmieden und Marmorverarbeitung, Kalk- und Zementherstellung. 2008 wurde als letztes Wahrzeichen der Kamin des Zementwerks gesprengt. Der 16 Kilometer lange Energiewanderweg macht die Geschichte anhand einer umfassenden Ausstellung im Museum „Blaahaus“, von Überresten, noch genutzten
historischen Anlagen sowie Beschreibungen auf Hinweistafeln, in Flyern und im Internet erlebbar. Er zeigt aber auch Beispiele für innovative Ansätze zur Gewinnung und Nutzung von regenerativen Energien etwa durch Photovoltaik-„Aktien“, neue Wasserkraftwerke, KraftWärme-Kupplung im Erlebnisbad oder den Antrieb einer Turbine mit Faulgasen aus der Kläranlage. Auf einer Gesamtlänge von ca. 16 Kilometern führt der Wanderweg über Pfade und Parkwege, durch Grünanlagen und über naturbelassene Waldwege, entlang zweier Wildbäche zum Inn und durch eine spektakuläre Schlucht bis hinauf ins Gebirge.
Erwachsene und Kinder entdecken auf spannende und unterhaltsame Weise Energieschnecken, versteckte Kanäle, Kraftwerksturbinen, Wehranlagen, ein „Wasserschloss“, einen Wasserspielplatz, Bayerns größtes Wasserrad oder die wildromantische Gießenbachklamm. Die vier Abschnitte starten an Parkplätzen mit Haltestellen des Ortsbusses. Unterwegs erwarten die Wanderer Einkehrmöglichkeiten und Abkühlung in Bächen und an Staustellen.

Der Kieferer Energiewanderweg ist ein mit dem europäischen Programm LEADER in der
LAG Mangfalltal-Inntal gefördertes Projekt, die Förderung beträgt gut 37.000 €. Das Projekt wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER).


Der 16 km lange Kieferer Energiewanderweg ist in vier farbig markierte Abschnitte aufgeteilt. Sie sind zwischen 2,9 und 5,1 km lang und können einzeln begangen oder miteinander
kombiniert werden. Gelbe Pfeile mit dem Energiewanderweg-Logo und entsprechenden Farben weisen den Weg zu den 23 Stationen. An den Startpunkten gibt es Parkplätze,
Fahrradabstellmöglichkeiten und Haltestellen des Ortsbusses. Wegbeschreibungen und Erklärungen an allen Stationen.

Abschnitt 1, Start: Rathaus Kiefersfelden: Die Violette Tour führt durch das ehemalige Industriegebiet unter anderem zum Blaahaus-Museum, einer Fähre mit „Fluss-Motor“ und
einem Kinderspielplatz, auf dem Wasser sogar nach oben fließen kann. (Länge 2,9 km, Gehzeit 45 min, Höhenmeter 9)
Abschnitt 2, Start: Rathaus Kiefersfelden: Im roten Abschnitt erfahren Wanderer unter anderem, wie heute Strom in einem „Schneckenhaus“ erzeugt wird, warum ein Landeplatz
für Holz die Industriegeschichte Kiefersfeldens einleitete und wo die Römer Spuren hinterließen. (Länge 3,1 km, Gehzeit 50 min, Höhenmeter 27)
Abschnitt 3, Start: Parkplatz Hechtsee: Im grünen Abschnitt geht es auf dem Weg zum „Paradies“ unter anderem darum, weshalb ein Wasserfall nach „faulen Eiern“ stinkt, wie sich
Energie anfühlt und warum ein einsames Holzhäuschen für den Hochwasserschutz wichtig ist. (Länge 4,9 km, Gehzeit 1 h 20 min, Höhenmeter 27)
Abschnitt 4, Start: Parkplatz Gießenbachklamm/Wasserrad: Im blauen Abschnitt liegen Kiefersfeldens kleinstes, größtes und ältestes Wasserkraftwerk – jedes mit einer anderen
Technik. Der weitere Weg führt durch die spektakuläre Gießenbachklamm zu einem AlmGasthof und einem magischen Bauernhof mit Traumpanorama. (Länge 5,1 km, Gehzeit 1 h
50 min, Höhenmeter 236, beim Einstieg in die Klamm ca. 200 Stufen)

Ausführliche Beschreibungen, für das Smartphone optimiert unter www.energiewanderweg.de. Der Flyer „Streifzüge“ und eine 40-seitige Broschüre sowie persönliche Beratung in der
Kaiser-Reich Touristinformation, Rathausplatz 5, 83088 Kiefersfelden (im Freizeitbad INNSOLA), Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Service-Telefon: 08033 / 976527.


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Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)